About the Rorschach-Test
Hermann Rorschach war ein junger Schweizer Psychiater, der im Krombach-Mentalhospital in der Schweiz arbeitete. Er interessierte sich dafür, ob die Art und Weise, wie Patienten mehrdeutige visuelle Reize wahrnahmen, die zugrunde liegende Persönlichkeitsstruktur und psychische Erkrankungen widerspiegelte. Von 1917 bis 1921 entwickelte und testete er eine Reihe von Tintenkleckskarten, die darauf ausgelegt waren, aufschlussreiche Wahrnehmungsreaktionen hervorzurufen.
Rorschachs Buch von 1921 Psychodiagnostik führte 10 sorgfältig gestaltete Tintenkleckse ein (5 schwarz/grau, 2 mit roten Elementen, 3 mit mehreren Farben). Jede Karte wurde mit einem standardisierten Verfahren präsentiert: 'Was könnte das sein? Was sieht es für Sie aus?' Die Antworten wurden nach mehreren Dimensionen bewertet, darunter Ort (welcher Teil des Klecks die Antwort auslöste), Determinanten (Form, Farbe, Bewegung usw.), Inhalt (Tier, Mensch, Anatomie usw.) und Beliebtheit (wie häufig die Antwort ist).
Rorschach starb nur neun Monate nach der Veröffentlichung, im Alter von 37 Jahren, an Peritonitis nach einer Blinddarmentzündung. Sein Test entwickelte ein Eigenleben. Im 20. Jahrhundert konkurrierten verschiedene Bewertungssysteme (Klopfer 1942, Beck 1944, Exner Comprehensive System 1974, R-PAS 2011). Der Rorschach blieb fast ein Jahrhundert lang einer der am häufigsten durchgeführten psychologischen Tests. Seine wissenschaftliche Validität wurde heftig debattiert; das moderne R-PAS ist die am stärksten empirisch unterstützte Version.
Die 10 Tintenkleckse selbst sind vielleicht die bekanntesten visuellen Reize in der Psychologie. Sie sind in unzähligen Filmen, Romanen, Comics (am bekanntesten als Rorschach in Watchmen), Psychologielehrbüchern und der Popkultur aufgetaucht. Die ursprünglichen Bilder von 1921 sind gemeinfrei und frei einsehbar.
The 1 subtests
Source
All test materials and historical content on this page are transcribed from:
Rorschach, H. (1921). Psychodiagnostik. Bern: Bircher. Englische Übersetzung von Lemkau & Kronenberg, 1942.
Hermann Rorschach starb 1922 (Schweiz), sodass die Tintenkleckse von 1921 vor Jahrzehnten gemeinfrei wurden. Moderne Bewertungssysteme (Comprehensive System, R-PAS) und Stimulusmaterialien, die von Hogrefe Verlag hergestellt werden, unterliegen verschiedenen Urheberrechten, aber die ursprünglichen 10 Tintenklecksbilder sind frei reproduzierbar und weit verbreitet. Read it on Internet Archive: https://archive.org/details/psychodiagnostic0000hror.
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