About the State-Trait Anxiety Inventory (STAI)
Die Angstbewertung in den 1960er Jahren war verworren durch das Versäumnis, zwischen dem aktuellen emotionalen Zustand und der stabilen Persönlichkeitsdisposition zu unterscheiden. Ein Patient könnte in einem Fragebogen hohe Angst angeben, weil er in diesem Moment ängstlich war (vielleicht aufgrund der Testsituation selbst) - oder weil er eine chronische Disposition gegenüber Angst in vielen Situationen hatte. Diese beiden Konstrukte waren theoretisch unterschiedlich, wurden jedoch oft durch bestehende Instrumente verwechselt.
Charles Spielberger an der University of South Florida setzte sich zum Ziel, die Unterscheidung zu operationalisieren. Das State-Trait Anxiety Inventory von 1970 hat zwei parallele Skalen mit jeweils 20 Items: Zustandsangst (S-Anxiety), die misst, wie sich das Subjekt 'gerade jetzt, in diesem Moment' fühlt, und Trait-Angst (T-Anxiety), die misst, wie sich das Subjekt 'generell fühlt.' Die beiden Skalen verwenden ähnliche Iteminhalte, jedoch unterschiedliche zeitliche Rahmen.
Der STAI wurde außergewöhnlich weit verbreitet. Über 14.000 veröffentlichte Studien haben den STAI verwendet. Er ist das am häufigsten zitierte Angstinstrument in der Forschungsliteratur. Die durch den STAI operationalisierte Unterscheidung zwischen Zustands- und Trait-Angst ist mittlerweile Standard in der Angstforschung und wurde von vielen nachfolgenden Instrumenten übernommen. Der STAI wird jährlich etwa 6 Millionen Mal in der klinischen Praxis angewendet.
The 2 subtests
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