Über die Binet-Simon-Skala von 1905
Im Jahr 1904 bat das französische Ministerium für öffentliche Bildung Alfred Binet, einen Weg zu finden, um Kinder zu identifizieren, die nicht von der gewöhnlichen Schulbildung profitieren würden und in Sonderklassen versetzt werden sollten. Die bestehenden Methoden (Lehrurteile, Elterninterviews) waren zu subjektiv. Binet und sein Mitarbeiter Theodore Simon machten sich daran, etwas Objektives zu entwickeln.
Was sie 1905 produzierten, war der erste praktische Intelligenztest. Dreißig Aufgaben, die in aufsteigender Schwierigkeit angeordnet waren. Der Test wurde individuell von einem geschulten Prüfer mit einfachen physischen Materialien durchgeführt: Essen, Kerzen, gewichtete Kisten, Bilder, Papier. Jede Aufgabe wurde sorgfältig ausgewählt, sodass Kinder eines bestimmten Alters sie im Durchschnitt lösen konnten. Indem der Prüfer das höchste Aufgabenlevel fand, das ein Kind bestehen konnte, konnte er das mentale Niveau (später mentales Alter genannt) des Kindes schätzen und mit dem chronologischen Alter des Kindes vergleichen.
Die Binet-Simon-Skala war aus drei Gründen revolutionär:
- It was empirical. Binet didn't theorize about intelligence; he just tested children and kept the items that discriminated between age groups.
- It focused on judgment. Binet explicitly placed judgment above memory, sensory acuity, or rote knowledge as the core of intelligence. (Read his quotation in the volume: "To judge well, to comprehend well, to reason well, these are the essential activities of intelligence.")
- It was diagnostic, not eugenic. Binet built the test to identify children who needed extra help, not to rank or sort populations. He explicitly warned against treating IQ as a fixed property of the person. Most of what followed in IQ testing's eugenic period (Goddard, Terman, Yerkes) departed from Binet's stated intentions.
Die Skala von 1905 wurde 1908 (Einführung von Altersstufen) und 1911 (dem Jahr von Binets Tod) überarbeitet. Lewis Termans Stanford Revision von 1916 nahm die Skala von 1911, erweiterte sie, normierte sie an amerikanischen Kindern und führte die Formel IQ = (mentales Alter ÷ chronologisches Alter) × 100 ein. Diese Formel entstand aus Binets Skala, aber Binet selbst verwendete sie nie.
Alle 30 Aufgaben der Skala von 1905
Die vollständige Liste der ursprünglichen 30 Tests von Binet und Simon, in der Reihenfolge, in der sie gegeben wurden. Aufgaben, die physische Materialien oder einen Prüfer erforderten, sind entsprechend gekennzeichnet.
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Die folgenden Aufgaben sind die verbalen und logischen Tests aus der Skala von 1905, die selbstständig im Browser durchgeführt werden können. Jede Aufgabe ist eine Multiple-Choice-Frage mit einer besten Antwort gemäß Binets ursprünglichen Bewertungskriterien.
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Quelle und Verifizierung
Alle Aufgaben, Beschreibungen und das historische Material auf dieser Seite sind transkribiert aus:
Binet, A. & Simon, T. (1916). The Development of Intelligence in Children (The Binet-Simon Scale). Translated by Elizabeth S. Kite. Baltimore: Williams & Wilkins Company. Originally published in L'Année Psychologique, 1905, Vol. XII.
Die Kite-Übersetzung ist die standardmäßige englischsprachige Ausgabe von Binets und Simons Werk. Sie ist in den Vereinigten Staaten gemeinfrei (vor 1929 veröffentlicht). Das vollständige Buch ist im Internet Archive verfügbar: archive.org/details/b32756355.
Das Papier von 1905 selbst ("Méthodes nouvelles pour le diagnostic du niveau intellectuel des anormaux") erschien in L'Année Psychologique, Bd. 11, S. 191-244. Der Kite-Band reproduziert es zusammen mit Binets Überarbeitungen von 1908 und 1911 sowie umfangreichen praktischen Anweisungen.
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