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Dokumentation · 1949

Cattell 16PF Persönlichkeitsfaktoren: 16-Faktoren-Persönlichkeitsmodell

Raymond Cattells 16-Faktoren-Modell der Persönlichkeit. Cattell wandte die Faktorenanalyse (die gleiche statistische Technik, die er zur Untersuchung kognitiver Fähigkeiten verwendet hatte) auf Tausende von eigenschaftsdeskriptiven Adjektiven an und identifizierte 16 zugrunde liegende Persönlichkeitsfaktoren. Der 16PF-Fragebogen (1949) operationalisierte diese Faktoren und wurde zum am häufigsten verwendeten Persönlichkeitstest für Erwachsene in den 1950er bis 70er Jahren. Die moderne 16PF Fünfte Auflage (1993) ist weiterhin kommerziell im Einsatz.

About the Cattell 16PF Persönlichkeitsfaktoren

Raymond Cattell glaubte, dass die Persönlichkeit, ähnlich wie die kognitive Fähigkeit, empirisch durch Faktorenanalyse großer Item-Pools abgebildet werden könnte. Ab den späten 1930er Jahren sammelte er und seine Mitarbeiter etwa 4.500 eigenschaftsdeskriptive Adjektive aus der englischen Sprache (die Annahme der 'lexikalischen Hypothese': Wenn ein Persönlichkeitsmerkmal real und wichtig ist, wird es schließlich im alltäglichen Wortschatz kodiert). Sie reduzierten dies auf etwa 171 Merkmalscluster und wandten dann die Faktorenanalyse an, um die zugrunde liegenden Dimensionen zu identifizieren.

Cattells Faktorenanalysen wiesen auf 16 distinct primäre Persönlichkeitsfaktoren hin, die mit neutralen Buchstaben (A, B, C, E, F, G, H, I, L, M, N, O, Q1, Q2, Q3, Q4) bezeichnet wurden. Jeder Faktor war bipolar: A reichte von zurückhaltend bis gesellig, C von emotional bis stabil, H von schüchtern bis mutig und so weiter. Die 16 Primärfaktoren konnten weiter auf 5 'Sekundärfaktoren' reduziert werden, die dem modernen Big Five-Modell ähneln.

Der 16PF-Fragebogen von 1949 operationalisierte die 16 Faktoren mit 187 Items (wahr/falsch und Multiple Choice). Er wurde zum am häufigsten verwendeten Persönlichkeitstest für Erwachsene in den 1950er bis 70er Jahren, insbesondere in der Industrie- und Organisationspsychologie sowie in Beratungseinrichtungen. Die moderne 16PF Fünfte Auflage (1993) ist weiterhin aktiv im kommerziellen Einsatz über IPAT. Cattells faktoranalytischer Ansatz prägte auch direkt das moderne Big Five-Persönlichkeitsmodell (1980er-90er Jahre), obwohl die Big Five sich auf 5 breite Faktoren einigten, während Cattell für 16 Primärfaktoren + 5 Sekundärfaktoren plädierte.

About this interactive version: 16PF-Items sind urheberrechtlich geschützt (IPAT). Diese Seite dokumentiert die Geschichte und Struktur des Tests.

The 2 subtests

#1
16 primäre Persönlichkeitsfaktoren A (Wärme), B (Denken), C (Emotionale Stabilität), E (Dominanz), F (Lebhaftigkeit), G (Regelbewusstsein), H (Soziale Kühnheit), I (Sensibilität), L (Wachsamkeit), M (Abstraktheit), N (Privatsphäre), O (Besorgnis), Q1 (Offenheit für Veränderungen), Q2 (Selbstvertrauen), Q3 (Perfektionismus), Q4 (Spannung). Jeder Faktor wird durch etwa 12 Fragebogenitems gemessen.
Urheberrechtlich geschützt
#2
5 Sekundärfaktoren Extraversion, Angst, Durchsetzungsvermögen, Unabhängigkeit, Selbstkontrolle. Nähern sich dem modernen Big Five.
Urheberrechtlich geschützt

Source

All test materials and historical content on this page are transcribed from:

Die 16PF-Items und modernen Ausgaben stehen unter dem Urheberrecht von IPAT (Institute for Personality and Ability Testing). Wir dokumentieren die Geschichte und Bedeutung des Tests.

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